Samstag, 27. September 2008

Eindrücke: LL.M. an der UCC

So, nachdem ja die erste "akademische" Woche vorbei ist, wollte ich die Gelegenheit mal nutzen und ein paar Dinge zum Studium oder besser zu dem, wie es momentan nach maximal einer Vorlesung pro Kurs, aussieht. Einen etwas breiteren Einblick konnte ich aber schon gewinnen, da ich bei alle Kurse besucht habe, bei denen es sich zeitlich einrichten ließ.

1. Studenten werden beteiligt
Etwas im Gegensatz zu den Frontalvorlesungen, die man gerade aus größeren Veranstaltungen bei uns so kennt, sind die Dozenten hier mehr daran interessiert, mit den Teilnehmern der Kurse zu interagieren. D.h. Diskussion, Meinungen, Fragen und Kommentare sind nicht nur gerne gesehen, sondern notwendig (und teilweise auch Teil der Bewertung). Der Fairness halber muss man natürlich hier die Kursgrößen etwas berücksichtigen, aber selbst ähnlich große (bzw. kleine) Seminare in Deutschalnd waren nicht unbedingt immer von diesem Charakter geprägt...

2. Ausstattung, Drumherum und Papiere
Ein nicht unwichtiger Punkt für einen ordentlichen und natürlich auch erfolgreichen Lehrbetrieb ist mE die Ausstattung der Universität. Denn es ist zwar nicht nötig, alles mit Powerpoint und anderem Kram zu machen, aber wenn noch nicht mal die Möglichkeit besteht, ist hier natürlich auch keine Wahlmöglichkeit vorhanden, wenn es denn mal Sinn machen würde. Die relevanten Gebäude habe ich ja von außen schon größtenteils gezeigt, aber jetzt mal zur Ausstattung und dem Drumherum: Um es vorweg zu sagen, nicht alle haben einen Beamer. Allerdings ist mir das bisher noch nicht negativ aufgefallen. Fakten werden größtenteils eh nicht an die Wand geworfen, von daher ist das eigentlich auch kein Verlust. Trotzdem haben viele Räume einen Beamer, teilweise kombiniert mit Fernseher, Computer und natürlich auch diversen Tafeln bzw. eigentlich durchgängig Whiteboards. Da, wo es dann Beamer und PC hat, ist dann natürlich auch eine Leinwand vorhanden, allerdings dann auch immer motorisiert.
Da ja die Diskussionen ein wichtiger Teil der Kurse sind, muss natürlich eine gewisse Diksussionsgrundlage geschaffen werden, so von Woche zu Woche. Dies sind dann die notwendigen Artikel oder Auszüge aus Büchern, die zu lesen sind. Hier sieht man dann auch schon mal, wofür man sein Geld an die Uni bezahlt hat: Bisher gab es in allen Vorlesungen die wichtigsten Readings in Kopie. Für alle. Hat das ein oder andere Mal jedoch nicht gereicht... Aber jetzt kommt der Unterschied: Es heißt in dem Fall für die Betroffenen nicht, dass sie selbst einen Kopierer aufsuchen müssen. Bisher folgte immer eine wortreiche Entschuldigung und der Verweis, dass die Unterlagen dann ein paar Stunden nach der Vorlesung bzw. spätestens am Tag darauf in einem zentralen Büro der Faculty of Law abholbereit sind. Natürlich free of charge. Versteht sich ja von selbst... Und für die Skeptiker: Z.B. bei Information Law and Policy ist dieser Papierstapel grad mal eben ca. 120 Seiten stark. Das nur mal am Rande... :-) Also auch hier gab's klare positive Erfahrungen.

3. Uni und Wirtschaft
Oftmals (zumindest bei uns in Kassel) gab es unter den Professoren oder allgemein den Lehrenden gewisse Berührungsängste mit dem "echten Leben", also der Wirtschaft. Ausnahmen gab es natürlich auch hier und da, aber im allgemeinen denke ich, dass diese Aussage schon stimmt. Hier in Cork konnte man dann schon in den ersten Kursterminen das genaue Gegenteil beobachten. Nahezu jeder Kursleiter (m/w) hat für die Zeit bis Dezember mindestens eine Gastvorlesung im Programm. Und dabei waren nicht nur eher am Rande relevante Persönlichkeiten, sondern (auch wenn man sie trotzdem nicht wirklich kennt) von der Position her durchaus interessante Leute dabei, z.B. aus der Regierung, Anwaltskanzleien oder Unternehmen und NGOs. Am Freitag war dann sogar direkt ein Gastredner bei Electronic Commerce Law dabei, der einiges zum Thema Internet erläutert hat.

4. Fazit
Zu guter letzt dann ein paar abschließende Worte: Die Vorlesungen, die ich besucht habe, waren durch die Bank weg relativ gut bis sehr gut "gemacht". Auch wenn natürlich - abhängig vom jeweiligen Themengebiet - nur mehr oder weniger vom Inhalt interessant war. Trotzdem waren einige Sache so gut, dass ich versuchen werde, zwei Kurse zusätzlich einfach nur zu besuchen, also den Leistungsnachweis quasi zu vernachlässigen und eben einfach "nur" die Artikel etc lesen, meistens anwesend sein und mal schauen, was es so gibt. Das will schon was heißen... Aber so ganz klar ist bisher noch nicht, ob das geht, da der Zugang zu den Kursmaterialien eigentlich an die Registrierung des Kurses gebunden ist (was auch heißt, dass man auch der Bewertungsliste steht sozusagen). Aber das lässt sich natürlich noch rausfinden...

Mittwoch, 24. September 2008

Status

Heute war ein schon ziemlich erfolgreicher Tag, muss ich mal sagen... Zuerst die Vorlesung "International Trade Law & Policy" besucht, dann schön zu mittag was gegessen (ich weiß, ein großer Erfolg...) und dann endlich

REGISTRATION!

Das ganze fand in der Aula Maxima statt, da gabs dann eine Schlange zum Anstellen, erste Station: Verifikation der bereits für die Bewerbung verschickten Unterlagen. D.h. man blättert so durch die Originale, die man auf Samt gebettet mit nach Irland verschifft hat und immer wenn die nette Dame von der Uni was wiedererkennt, wird die ihr vorliegende Kopie gnadenlos abgestempelt. Nicht, dass der Inhalt überprüft wird, aber es muss schon was vorliegen, dass so aussieht wie der Kram, den man schon hingeschickt hat. Geht aber recht flott.
Nächster Schritt, nächste Schlange. Diesmal vor der Überprüfung des Kontostandes. Hier ist das dann genau das Gegenteil von dem, wovor der AStA in Deutschland immer Angst hat: Die Studenten mit einem geringen Kontostand bestehen die Prüfung (was aber dummerweise nichts anderes bedeutet, dass eben diejenigen schon ihre Studiengebühren bezahlt haben...).
Dritter und letzter Schritt / Schlange: Foto machen. Mit großem Unbehagen angestellt, da ja die Vermutung naheliegt, dass es nach der Aufnahme des Fotos noch Wochen dauern wird, bis man den Ausweis endlich abholen darf. Aber kein Grund zur Panik: Kurz beiseite stellen, dann bekommt man den Ausweis (heißt hier: Student ID) an den Warteplatz gebracht! Und so sieht das gute Stück dann aus:
Traumhaft oder? Erster Einsatz des Ausweises: Beim International Office die Bankbestätigung abholen. Und siehe da: Diesmal gar kein Problem. Alles prima, das Ding liegt jetzt vor, Konto (Freiflüge...) ich komme (morgen, heute hats leider mit der Filiale nicht mehr gepasst). Und wer noch den ganzen Kram, den ich hier so reinschreibe, im Kopf hat, der weiß, dass mit einem Konto auch das irische Handy in greifbare Nähe rückt. Da werde ich aber noch mal beim Carphone Warehouse in der Stadt (irgendwo da, da hat's unzählige von) nachfragen, weil es da (soweit ich mich erinnere) ein besseres Handy auch mit Three-Vertrag gibt, als bei Three selbst. Wenn da Skype mit läuft, ist das dann meins... :-)
Danach gabs dann noch eine Vorlesung (Medical Law & Policy), die ich nicht belegen werde (denke ich), aber diese Woche ist noch mal alles anschauen und überall reinhören angesagt. Auch bei Fächern, die mich grad mal gar nicht interessieren...
Wie man sieht: Viel geschafft und noch mehr ermöglicht, morgen geht der Spaß dann weiter mit den Vorlesungen (gut, wenn ich ehrlich bin, auch übermorgen etc...). Und weil das alles so toll war, hab ich mir dann auch mal ein gutes Ben&Jerrys Cookie Dough Eis gegönnt, das dummerweise etwas vor sich hin schmilzt, während ich das jetzt schreibe. Aber was solls...

Dienstag, 23. September 2008

Law-Reception / Orientation

Vorhin war, wie ja bereits angekündigt, die Orientation für die (angehenden) Master-Studenten der Faculty of Law an der Uni... Neben allgemeinen Infos und etwas präziseren Angaben zur Art und Weise der Leistungsnachweise für einzelne Module (gerade im zweiten Term ab kommenden Januar) haben sich auch diverse Angehörige der Faculty vorgestellt. Schön mal so konzentriert zu sehen und scheinbar auch größtenteils sehr nett und offen; bisweilen sogar lustig.
Anschließend gab es dann schon wieder einen Empfang für die Anwesenden. Aber hallo... Nicht in einem "schnöden" Cafe in einem normalen Gebäude, nein, im Common Room des North Wings im Main Quad. Also im quasi historischen Teil der Uni. Und dann auch noch so unheimlich edel eingerichtet: Ledersessel und Sofas, Wandleuchten, Täfelung an der Wand, viele alte Bücher in den Regalen... Sehr traditionell also. Kann man mit nichts in KS z.B. vergleichen, weil sowas gibts da halt einfach nicht. Der Raum / Saal ist ach normalerweise den Mitarbeitern der Uni vorbehalten, aber wir sind ja die LL.M.-Studenten, da ist das ja schon ok :-) Es gab diesmal wieder ein Fingerfood-Büffet (andere Sachen als gestern!) und freie Getränke einschließlich Wein & Co. Der Wein war wieder gut, also sehr schön zu ertragen alles. Und eine sehr lockere Atmosphäre mit den ganzen Lehrenden
(und einigen weiteren Fakultätsmitgliedern) mittendrin.
Zum Abschluss und besseren Verständnis (und zum Beweis und/oder Angeben) noch drei (Handy-)Fotos mit angenommener freundlicher Zustimmung von Julia (für die letzten 2):


Aller Anfang...

...ist dann wohl heute morgen. Und während ich hier mein Müsli esse, wollte ich noch kurz beschreiben, was es gestern abend so interessantes gab. Eigentlich nichts besonderes, sondern die Orientation für grundsätzlich alle Postgraduates (zur Erklärung: das sind die, die ein zweites Studium absolvieren; so wie ich also). Ganz offensichtlich waren zwar nicht wirklich alle anwesend, aber man konnte doch schon einen Eindruck bekommen, dass im Vergleich zu den Undergraduates eher ältere Studenten einen Master o.ä. machen. Ist ja auch gar nicht schlecht, zumal die normalen Studienanfänger hier wohl in Deutschland irgendwo in den Bereich "Anfang Abi" eingeordnet werden würden...
Nach den verschiedenen Vorträgen von Graduate Office, International Education Office, Student IT Services, der Student Union und dem Dean (Dekan) des Bereichs Graduate Studies, gab es dann im Restaurant des Brookfield Health Sciences Complex (jaaa, welches Foto war das noch gleich...?) noch einige Häppchen zu essen und auch freie Getränke inkl. Wein. Das war doch schon mal ganz ordentlich!
Heute abend findet dann eine ähnliche Veranstaltung der Faculty of Law statt, vielleicht gibts da ja auch was zu essen (eine Art Empfang wurde zumindest angekündigt). So, langsam heißt es, sich auf den Weg zur Vorlesung machen. Dazu braucht es im Moment dann wohl erst mal nur einen Block, einen Textmarker, Stift und ein "Legal Terms"-Wörterbuch (das gab es freundlicherweise im Mai von Lovells für lau).

Montag, 22. September 2008

First Week

Diese Woche ist es soweit, die Vorlesungen beginnen. Nachdem ich ja schon quasi zeitgleich mit dem Antrag für den Internetzugang auch die Online-Registration abschließen konnte, ist ja auch mittlerweile klar (zumindest so grob), welche Kurse ich wann und wo belegen werde. Und damit das nicht allzu langweilig wird, hier die Kursnamen aufzulisten, hab ich mir gedacht, ich zeige auch gleich mal, wo die Kurse sind. Also gibts zu diversen Fotos dann immer einen oder mehrere Kurse. Grandiose Idee... :-)Den Anfang macht dann das Main Quadrangle. Das ist der älteste Teil des UCC und stellte früher die gesamte Uni dar: Im linken Teil (West Wing) waren die Studenten untergebracht, im Mittelteil die Lehrkräfte und die Verwaltung und der gesamte rechte Teil stand dem Präsidenten der Uni zur Verfügung (interessante Verteilung...). Im West Wing sind auch heute noch Vorlesungen, dort habe ich "Information Law & Policy".
Weiterhin in diesem Term habe ich die Veranstaltungen "International Trade Law and Policy" und das in beiden Terms zu absolvierende Modul "Law, Policy and Methodology" (Pflichtmodul für alle LL.M.-Studenten). Die beiden Vorlesungen finden beide im Gebäude der Faculty of Law statt, dessen Rückseite oben abgebildet ist. Das zweite Bild zeigt einen "Hörsaal" dort im Gebäude. Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht, aber der Raum ist (trotz der relativ geringen Größe) sehr gut ausgestattet!
Im zweiten Term habe ich dann ein paar mehr Vorlesungen, was hauptsächlich daran liegt, dass hier die für mich interessanteren Sachen angeboten werden... Sehr hübsch finde ich z.B. den oben mit Vorder- und Rückseite gezeigten Brookfield Health Sciences Complex. Auch wenn wir dort thematisch nicht ganz reingehören, finden dort im kommenden Jahr die Vorlesungen "Cybercrime" und "Internet Regulation" statt. Der Kurs "Criminology" ist wieder im Gebäude der Faculty of Law untergebracht (sogar im oben gezeigten Hörsaal).
Abschließend fehlt dann noch der Kurs "Intellectual Property Law", der mich von allen eigentlich am meisten interessiert (und dessen Abwesenheit u.a. auch eine große Rolle bei der Abwahl der University of Edinburgh gespielt hat). Der Kurs findet auch nicht bei den Juristen statt, sondern im
Cavanagh Pharmacy Building.
So, in dem Gebäude links auf dem letzten Bild habe ich zwar keine Vorlesungen, aber nur mal so zum zeigen, das ist das Student Centre mit Pub, Bars, Cafes, verschiedenen Läden, PC-Pool etc etc (@Bastian: Ich suche noch nach geeigneten Sitzmöglichkeiten, die eure Sessel toppen :-D ). Soviel dann erst mal zu den Kursen und zur Uni, wie man sieht gibts eigentlich kaum hässliche Gebäude (und die paar, die es gibt, zeige ich hier natürlich nicht...) und das ist ja auch schon mal schön, wenn das Drumherum auch zum Wohlfühlen ist!

Freitag, 19. September 2008

Dublin (15. + 16.09.2008)

Anfang der Woche waren wir kurz in Dublin. Das ist, wie mir meine Flugstatistik mitgeteilt hat, aber net wirklich weit weg von Cork. Merkt man zwar auch an der Flugdauer, aber so entfernungstechnisch scheint das nicht großartig relevant. Deshalb: Warum fliegt man (wie wir) dorthin? Weil es schneller geht, oftmals günstiger ist und man weniger vom Verkehr abhängig ist. Eigentlich ganz klar...
In Dublin selbst standen dann verschiedene Programmpunkte auf der Liste: Zunächst das Trinity College, welches zwar schön gelegen ist, aber auch unheimlich überlaufen. Mehr Touristen als Studenten. Dort gibt es viele Gebäude, einige Grünflächen und das Book of Kells. Kulturell bedeutsam hin oder her, aber für ein einzelnes Ausstellungsstück waren mir die 9 Euro doch etwas zu viel.
Günstiger war da schon die Führung im Dublin Castle. Für den halben Eintrittspreis gab es hier eine geführte Besichtigung. Zu sehen gibt es dabei die "State Apartments" und diverse repräsentative Räumlichkeiten, die auch heute noch für staatliche Empfänge genutzt werden. U.a. wird hier auch die Amtseinführung neuer irischer Staatsoberhäupter vorgenommen. Diese Führung war auf jeden Fall ihr Geld wert, unser Guide (w) sehr kompetent und freundlich! Eine klare Empfehlung also für das Dublin Castle.
Weiterhin haben wir auch die Christ Chruch Cathedral (von außen) angesehen und sind während der Suche nach dem Castle auch durch die bekannte "Temple Bar"-Gegend gekommen. Ansonsten ist mein Eindruck von Dublin eher der einer internationalen Großstadt. Da ich ja ein großer London-Fan bin, wundert es mich eigentlich, dass ich die Begeisterung meiner Begleitung nicht sooo stark teilen kann. Vielleicht weil Dublin London so ähnlich ist, nur eben ohne die für London typischen Dinge? Sicher bin ich mir nicht, aber das wäre eine Überlegung wert. Auf jeden Fall ist Dublin auch eine pulsierende Stadt, die durchaus eine Reise wert ist, wenn man noch nicht dort war...
Abschließend vor dem Video mit Eindrücken des Ausflugs nach Dublin noch ein kleiner Hotel-Tipp: Die Travelodge Dublin Airport Ballymun. Sehr geräumige und gut ausgestattete Zimmer und vor allem sauber. Das ganze noch kombiniert mit einem günstigen Preis -> prima! Zusatztipp: Premium-Mitglieder bei Xing erhalten über HRS dort Rabatte :-)



Dublin from C.M. on Vimeo.

Youghal (18.09.2008)

Den Beginn der Berichtsreihe mache ich dann mal mit Youghal. Der Ort liegt östlich von Cork und zwar direkt am Meer. Erreichen kann man den Ort von Cork aus u.a. per Bus, dauert in diesem Fall so um die 45 Minuten pro Strecke. Außer dem Meer hat es zwar - ähnlich wie in Cobh - in Youghal (sprich: Yawl) nur wenig, aber das, was es da hat, hat es in sich... Zumindest, wenn die Sonne scheint. Denn Youghal hat einen echten Strand. Also so mit Meer (sagte ich ja schon), Promenade und vor allem: Sand.
Glück mit der Sonne hatten wir, die Sonnebrille war aber dummerweise zuhause in der Schublade; also Augen zu und durch:



Der Strand ist nicht nur aus Sand, sondern auch ziemlich lang. Das erkennt man auf den Fotos oben nicht sooo gut, aber ich werde später noch ein paar Panoramen einfügen (für die, die es noch nicht wissen: Ich habe durchaus etwas für Panorama-Aufnahmen übrig!).

Donnerstag, 18. September 2008

Vorschau

In den kommenden Tagen werde ich dann mal ein wenig zu verschiedenen Aktivitäten hier schreiben. Ich denke mal so, dass
und vielleicht auch
dabei berücksichtigt werden könnten...

Ich bin drin...

... im Netz. Mein eigenes Internet! Endlich :-) Und sogar ohne abschließende Registrierung als Student (ich darf erinnern: die ist erst nächste Woche).

Wow, was ein prima Gefühl. Und auch kaum schlechte Neuigkeiten damit verbunden... Nur ein paar kleine Problemchen, die aber auch noch net (ganz) abschließend geklärt sind:
  1. Skype funktioniert nicht
  2. Instant Messenger sind ebenfalls blockiert (außer Googlealk über die Webseite)
  3. Outlook darf sich nicht mit den Mailaccounts verbinden -> es ist also Webmail angesagt
ABER: Ich will ja nicht nur meckern, deshalb bin ich eigentlich auch schon ziemlich zufrieden, für E-Mails im Zimmer bleiben zu können... Und Skype erledigt sich dann ja mit dem Vertrag von Three. Von daher alles halb so wild.
Vielleicht schreib ich dann ja auch etwas mehr hier rein (vor allem etwas zeitnaher). Und mehr Links und Kram gibts dann auch... Das denke ich mir zumindest jetzt gerade :-)

Sonntag, 14. September 2008

Breitbild-Foddos

Nachdem jetzt mein Panorama-Programm auch endlich wieder das tut, was es soll (nämlich Panoramen erstellen) und das Problem der breiten Bilder im Blog gelöst ist, hier mal ein paar laaaangezogene Eindrücke aus der Vergangenheit, u.a. auch fast aktuell vom Ausflug nach Kinsale von gestern:


Panoramen from C.M. on Vimeo.

Donnerstag, 11. September 2008

Update: Sonntagsausflug

Und weil es so schön ist (finde ich, und ich schreibe ja hier...), noch ein kurzes Video aus der kleinen Hafenstadt Cobh:


Cobh from C.M. on Vimeo.

Wohnsituation

Für den allgemeinen Eindruck der Wohnsituation hier in Cork (bzw. genauer gesagt meine Wohnsituation) mal ein kleines Video:


Cork UCC University Hall from C.M. on Vimeo.

Dienstag, 9. September 2008

Sonntagsausflug


So, auch wenn es schon wieder etwas her ist, dann jetzt ein "aufgewärmter" Bericht vom vergangenen Sonntag, an dem wir die Großstadt Cork mal für einige Zeit verlassen haben, um raus aufs Land zu fahren... Naja, eigentlich dahin, wo dann kein Land mehr ist, nämlich ans Meer. Nachdem es ja nun bisher nicht unbedingt das allerbeste Wetter hier in Cork gab (dafür in allen Variationen: Nieselregen, leichte Schauer, Sommerregen, Sprühregen, Wolkenbrüche, Platzregen...) muss ich ja doch zugeben, dass der Sonnenschein am Samstag schon etwas überraschend kam und der Stimmung so allgemein auch nicht abträglich war. Und der Wetterbericht versprach mehr Sonne am Sonntag. Geglaubt und gepackt, in aller Herrgottsfrühe versucht den gewünschten Zug zu erreichen (fuhr um 11:45h) und siehe da... nichts. Kam nämlich grad kein passender Bus und die Wanderung hätte zu lange gedauert. Aber der nächste Bus hat dann leider auch zu lange gedauert für diesen besagten Zug. Nun denn, in der Kent Train Station auf den nächsten Zug (der würde hier - also zuhause - übrigens in die Kategorie Straßenbahn eingeordnet) gewartet und dann nichts wie ab nach Süden. Bemerkenswerter Verweis auf die U-Bahn in London: Teilweise gibt es auch Hinweise vonwegen "mind the gap". Wer die "Lücke" allerdings nicht sieht, der stolpert nicht oder bleibt mit dem Fuß hängen, nein, derjenige verschwindet direkt unter der Bahn... Die Lücke ist nämlich schon etwas breiter, so geschätzte 30cm aufwärts.
Aber genug Details, die Fahrt gen Süden ist wenig aufregend, dauert etwas unter 30 Minuten und führt neben dem Hafen von Cork (ja, sowas hat's da auch) auch an Fota Island vorbei, wo es einen doch schon relativ interessanten Wildpark gibt (geistige Notiz: irgendwann mal besuchen und Kängurus streicheln gehen). Die Irland-Streber unter den Lesern werden natürlich auch schon wissen, wo die Reise hin ging, für den Rest dann hier die Auflösung: Cobh. Was ich anfangs für die gälische Schreibweise von Cork gehalten habe (laaaaange her), ist einer der größten Naturhäfen der Welt und auch historisch unter dem damaligen Namen Queenstown allseits (?) bekannt. Hier war nämlich die letzte planmäßige Anlegestelle auf der Route Southampton - Queenstown - Eisberg. Wer fährt auf dieser Strecke? Idealerweise niemand, damals allerdings die RMS Titanic. Für alle Geschichtsbanausen: Das ist das große Boot aus dem Fiilm mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet, der diverse Oscars eingesammelt hat (also anfangs die Kulisse für den Film, später spielt der Film ja direkt im Wasser). Und eben genau dieser Umstand wird durch die umgestaltete historische Hafenabfertigungshalle (oder so) und eine entsprechend thematisch ausgestaltete Ausstellung auch in Cobh reichlich vermarktet. Mehrere Denkmäler erinnern an die Opfer der Titanic, der Lusitania und allgemein an die irischen Auswanderer, die den Wasserweg ins vermeintliche Glück (USA) gewählt haben.
Am Sonntag war in Cobh nicht sonderlich viel los, so dass wir in Ruhe das doch recht beschauliche Städtchen erkunden konnten. Leider ging das doch ganz schön auf die Füße, weil es da eigentlich nur bergauf geht. Immer. Auch auf dem Rückweg (Falls da jemanden eine dieser Zeichnungen von M.C. Escher einfällt: genau so ist das da!). Zu besuchen gibt's zusätzlich eine Kathedrale (groß), verschiedene kleine Häuser (bunt) und eine Promenade (kurz). Letztgenannte ist auch auf dem angehangenen Bild zu sehen.
Zum Bild noch einen kleinen Hinweis: Ja, am Horizont kann man Land sehen. Und nein, das ist trotzdem quasi Meer dazwischen; diese geschützte Einmündung ist ja gerade das tolle an dem Naturhafen Cobh. Zumindest für alle, die per Boot/Yacht/Kreuzfahrtschiff anreisen.
Tja, das wäre eigentlich schon alles zum letzten Sonntag, am kommenden Mittwoch (10.9.) fahren wir, je nach Wetter, vielleicht noch mal dorthin. In dem Fall allerdings nicht, um noch mal auf den Spuren der White Star Line zu wandeln, sondern um ein ganz echtes Boot am Deep Water Quay bzw. Ocean Liner Dock zu sehen. Da ist nämlich trotzdem noch einiges los und in unserem Fall liegt dort von 7:00h bis 18:00h die MS Deutschland der Reederei Deilmann auf dem Weg nach Dublin in Cobh vor Anker. Genau, das ist das ultimative deutsche schwimmende Kulturgut: Das Traumschiff! Auch wenn jetzt die dazugehörige Serie nicht sooo ganz meinen TV-Interessen entspricht, ist das doch trotz allem mal sehenswert. Ist nicht die Queen Mary 2 von Cunard oder ein Riesendampfer aus den Reihen der Royal Carribbean oder Norwegian Cruise Lines, aber eben mal das bekannteste deutsche Schiff (hoffentlich tue ich der Gorch Fock damit kein Unrecht). Wenn das Wetter passt, werden wir uns dann wohl da erst mal das Schiff am Quay ansehen - soweit es für uns Touris möglich ist - und dann das Auslaufen beobachten. Das Anlegen morgens würde dann doch einen etwas frühen Reisebeginn bedeuten und das muss ja nicht sein. Sind ja momentan (noch) zum Spaß unterwegs, neben den organisatorischen Notwendigkeiten, die so anfallen...

PS: Momentan ist ja leider immer noch kein eigenes Internet verfügbar und deswegen gibts erst mal noch keine neuen Einträge mit eigenen Videos oder vielen Bildern. Ist aber alles in Arbeit und dieses Problem löst sich ja - wie beschrieben - auch durch Zeitablauf.

Freitag, 5. September 2008

Temporäre Internet-Knappheit

Abschließend noch ein kurzer Hinweis: Ich habe nämlich immer noch keinen regelmäßigen bzw. eigenen Internetzugang hier in Cork... Dieser und die letzten beiden Einträge habe ich über einen geliehenen Zugang absenden können, aber eine Dauerlösung ist das nicht. Eben diese Lösung dauert dann nämlich noch einige Zeit, da der Zugang hier ja mit diversen anderen Sachen verbunden ist und im schlimmsten Fall heißt das, dass es mit der Freischaltung erst ca. ab dem 22. September klappen wird, wenn sich nicht zwischenzeitlich eine andere / bessere / schnellere / funktionierende Lösung findet...
Deswegen leider mein Tipp: Abwarten :-(

Längere Kurzmeldung

Ja, das hat dann doch recht lange gedauert, bis hier der nächste Eintrag online steht. Das ist allerdings auch wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass so ein Blog ja dummerweise einen Internetzugang voraussetzt. Und selbiger ist hier nicht unabhängig von der Uni zu bekommen… Also eigentlich natürlich schon, aber halt nicht in einem Wohnheim, dass von der Uni direkt verwaltet wird. Und in genau so einem bin ich ja nun mal.
Deshalb erst mal etwas mehr zum Wohnheim: Die University Hall ist „in echt“ eigentlich genauso, wie es die Bilder, die ich schon von der Uni-Homepage kopiert habe, zeigen. Im Großen und Ganzen sind also das Gebäude und das Drumherum noch ziemlich neu. Da ich jedoch etwas früher als offiziell vorgesehen anreisen musste / wollte, war leider die Küche und der anschließende Wohnraum noch nicht abschließend gereinigt. So sah es dann halt auch aus… Zum Glück konnte ich meinen Kochwahn noch etwas zügeln, wobei ich letztlich um einigen Reinigungsaufwand nicht drum herum gekommen bin. Aber was soll’s, ist mittlerweile auch vergessen bzw. sauber!
Mein Zimmer selbst ist recht kompakt geschnitten, aber man hat soweit genug Platz für die mehr oder weniger notwendigen Dinge des Alltags. Die Einrichtung ist genau auf den Raum abgestimmt und nimmt deshalb nicht zu viel Raum ein. Im Ergebnis sind dann vorhanden: ein Regal (3 Böden), ein deckenhoher Kleiderschrank, ein langgezogener Schreibtisch mit drei Schubladen, ein Drehstuhl und das relativ große Bett mit zwei Schubladen darunter. Ach ja, und ein Badezimmerchen natürlich. Das ist schon ziemlich sehr kompakt, aber so entfallen wenigstens die langen Wege, über die man sich ja sonst auch immer ärgern würde…

Anreise

So, auch wenn es schon ein paar Tage her ist, wollte ich doch wenigstens noch ein paar Worte zur Reise von Good Old Germany hinüber zur grünen Insel verlieren: Für mich ging es ja schon nachmittags am Montag los, da ich ja erst per Regionalexpress von Kassel HBF, ähm ich meine natürlich Kassel Kulturbahnhof nach Gießen gefahren bin, um dann dort in eine Regionalbahn nach Weilburg umzusteigen. Da wurde ich dann auch schon von meiner (ehemaligen, bzw. jetzt dann ja wieder) Kommilitonin Julia und ihrer Mutter abgeholt. Der Zwischenstopp bietet sich auf dem Weg sehr an, da der gewählte Abflughafen Hahn – auch wenn irreführenderweise mit einem „Frankfurt“ kombiniert – nicht wirklich in der Nähe von irgendwas liegt… Nach der Übernachtung im Westerwald ging es dann per randvollem Ryanair-Billigflieger um 6:40 Uhr los in Richtung Dublin. Dort hieß es dann Gepäck wieder einsammeln (übrigens Koffer genau 14kg von 15kg erlaubt, nach Flughafen-Waage) und etwas warten, da wir den Anschlussflug in der Erwartung eines unübersichtlichen Flughafens und langer Schlangen überall etwas nach hinten verlegt hatten. Dann die Überraschung am Gate: Der Flug von Dublin nach Cork ist quasi leer. Und mit leer meine ich nicht, dass man eine Reihe für sich hat, sondern dass im ganzen Flieger vielleicht zehn Reihen überhaupt mit min. einem Passagier besetzt sind. Ich hab mich dann für eine schöne Notausgangsreihe entschieden, die einen übelsten Sitzabstand zu bieten hatte (dafür keinen Tisch vorne, aber bei besagter Airline gibt es ja eh nix für lau zu essen oder trinken. Der Flug ist also echt zu empfehlen! Da hatte ich schon im Vorfeld gelesen, dass Ryanair da nicht sooo die Menge an Geld rausholt auf den vier Verbindungen täglich von Dublin nach Cork, aber was interessiert mich der Profit eines Unternehmens, wenn es darum geht, ob ich meine Füße ausstrecken kann oder nicht! Außerdem kommt noch hinzu, dass diese Strecke sogar recht günstig zu bekommen ist (als kleiner Hinweis für alle, die mal über einen Besuch nachdenken!!). Der Rest der Anreise war relativ unspektakulär, wäre im Flieger fast eingeschlafen (hört, hört) und dann gings per Taxi zum Wohnheim, welches ich dann – zusammen mit den Umständen, die zu der späten Rückmeldung geführt haben – im nächsten Eintrag beschreibe. An dieser Stelle dann erst mal viele Grüße in die Heimat, hoffentlich ist dort soweit alles gut!