[English summary below] Mitterweile ist es schon wieder ein Monat seit dem letzten Eintrag vergangen... Allerdings kann ich von mir behaupten, die Zeit produktiv genutzt zu haben. Schon seit letztem Montag (14.09.09) ist der Inhalt meiner Masterarbeit fertig! Ja, genau: Alles geschrieben, referenziert und formatiert. Ein paar Daten:
12.470 Wörter Haupttext
7,954 Wörter Referenzen
437 Fußnoten
137 Gerichtsentscheidungen
82 Seiten
56 Gliederungspunkte
15 Gesetze
13 Richtlinien
5 Verordnungen
3 Jurisdiktionen (Deutschland, Irland, USA)
Und das alles gerademal für einen Abschluss... :-) Wie dem auch sei, für ca. 14 Wochen ist das schon ganz ansehnlich. Und 14 Wochen ja auch nur, wenn man davon ausgeht, dass ich 24 Stunden am Tag an der Masterarbeit gearbeitet hätte (da wird ja wohl niemand dran zweifeln!!). Auf jeden Fall werden dann drei ordentlich gedruckte, gebundene und mit Silberprägung auf Deckel und Rücken versehene Exemplare Ende des Monats gen Irland aufbrechen, um das Abgabedatum (01.10.09) exakt einzuhalten. Bzw. ich werde dorthin aufbrechen, weil sowas schickt man ja nicht per Post. Die Reiseroute: Kassel - Frankfurt - London - Southampton - London - Cork - Dublin - Frankfurt - Kassel. Leider wurde der zweite Abschnitt (Frankfurt - London) erst vor gar nicht mal so langer Zeit eingefügt. Vorher war das noch mit Zwischenstopp in Antwerpen. Aber manche Airlines stellen manche Routen auch mal ein, nachdem man gebucht hat... Also neu gebucht bei der größten Airline in Europa. Das ganze ist ja jetzt auch fast der direkte Weg nach Cork und zurück ;-)
[English summary] As you might have guessed from the numbers above: My thesis is finished! Actually since last Monday, to be honest. The statistics above show some numbers relating to my work:
12.470 words (main content)
7,954 words (references)
437 footnotes
137 cases
82 pages
56 paragraphs / chapters
15 acts
13 directives
5 statutory instruments
3 jurisdictions (Germany, Ireland, USA)
All that for just one degree! ;-) Three pieces will then be submitted nicely printed and bound. As nobody would send such things by mail, I'm going to Cork at the end of the month to submit the thesis myself. Actually I'm travelling via Frankfurt, London, Southampton and London again to get to Cork (and return through Dublin and Frankfurt). There was another stop between Frankfurt and London (Antwerp) before, but the airline decided to cut the route due to the recession, making another booking with Europe's largest airline (Lufthansa, since last week) necessary...
Übersicht des Geländes / Overview Our Lady’s Hospital (Von links nach rechts / left to right: Eglington Asylum – Kirche / Church – St. Kevin’s Asylum)
Die Anstalt zur Behandlung (= Verwahrung?) Geisteskranker wurde im Jahre 1789 eröffnet und durch den Irish Lunatics Asylum Act im Jahre 1845 unter dem Namen Eglington Asylum mit bis zu 1.000 Insassen zu der größten „Irrenanstalt“ in Irland, obwohl sie lediglich für 500 Personen ausgelegt war. Das Hauptgebäude gilt als eines der längsten Gebäude Irlands; die Front misst ca. 300m. Auf dem insgesamt ca. 16ha großen Gelände befinden sich noch Überreste weiterer alter Krankenhäuser (u.a. das St. Kevin’s Asylum) und einer Kirche samt Friedhof.
Eglington Asylum Turm #3 / Tower #3
Um 1900 war das Krankenhaus führend in der Behandlung von Geisteskrankheiten durch eine Art „Bädertherapie“. Der „Irrsinn“ wurde als Fehlfunktion des Gehirns erkannt, welches mit Reizüberflutung zu kämpfen haben sollte. Unter anderem durch heiße Bäder sollte der Blutfluss beschleunigt werden, um den Abfluss dieser Überlastung des Gehirns über die Haut zu ermöglichen.
Nach Begehungen in den Jahren 1935, 1936 und 1937 wurde der Zustand des Eglington Asylums und St. Kevin’s als erbärmlich kritisiert, u.a. wegen Überbelegung, mangelhaften hygienischen Einrichtungen und baulichen Mängeln. Zudem wurde der Anstaltsleitung schon 1939 Versagen und die Vernachlässigung der Patienteninteressen bescheinigt. Jedoch wurden die Einrichtungen auf dem Gelände erst 1989 geschlossen, nachdem die Regierung die katastrophalen Bedingungen nicht länger ignorieren konnte.
Eglington Asylum (Hauptgebäude) / Main building of the complex
Seit 2001 wird der Hauptkomplex (Eglington Aslyum) zu Wohnungen konvertiert und wurde mittlerweile nach dem damaligen Architekten in Atkins Hall umbenannt, da die Wohnungen unter dem alten Namen und der damit verbundenen Erinnerungen nicht verkäuflich waren. Mittlerweile sind ca. 30% des Hauptgebäudes renoviert und bewohnbar; weitere 30% wurden entkernt und der verbleibende Teil des Gebäudes ist noch fast im Urzustand nach der Schließung. Die anderen Gebäude auf dem Gelände sind noch nicht renoviert, wurden allerdings mehr oder minder wirksam versiegelt.
Eglington Asylum mittlerer Turm Detail / Detail of the center tower
Leider ist der Zugang zu den Gebäuden (insbesondere St. Kevin’s) ohne expliziten Hausfriedensbruch deshalb aktuell nicht mehr möglich. Zäune, Tore, Schranken, Verbotsschilder und jede Menge Grünzeug tun ihr übriges, um Touristen wie mich am Zutritt zu hindern bzw. den Blick zu vermiesen. Von Einheimischen gibt es zudem den Rat, das Gelände nachts nicht zu betreten, da die ggf. anwesenden Personen wohl nur mittelmäßig vertrauenserweckend sind (also diejenigen, die sich um die genannten Maßnahmen nicht sonderlich kümmern).
Allerdings ist dort in der Atkins Hall (a.k.a. Our Lady's Hospital, Eglington Asylum, und St. Kevin's Asylum) nicht alles nur böse und schlecht: Die bereits fertiggestellten Eigentumswohnungen sind schon ab €220.000,- zu haben und bieten neben einem schönen Blick über den Fluss Lee und den westlichen Teil Corks (zumindest in Richtung Front) auch ein Wohnerlebnis in ruhiger Lage…
Warum schreibe ich über Atkins Hall? Weil ich den ganzen Komplex jetzt seit September jeden Tag aus dem Fenster heraus sehen kann und erst seit ein paar Tagen weiß, was das ist / war und auch jetzt erst Zeit hatte, mal vorbeizuschauen. Übrigens gibt es etwas weiter östlich am selben Hügel noch das Good Sheperd Magdalene Convent, quasi das gleiche in grün. Etwa so groß wie St. Kevin's, dafür gar nicht zugänglich, seit 2003 partiell ausgebrannt und ohne jegliche Nutzungspläne für die Zukunft.
Quellen: Tarquin Blake / Charles H. Sheperd, Insanity and the Turkish Bath (10.03.1900) / Google Earth
Fotos: Wie immer alles Eigenproduktion
[English version below] So, nun relativ kurz nach Ende meines vorerst letzten Besuchs hier in Cork (gerade mal zwei Tage her) auch schon ein paar Infos und natürlich auch ein paar Bilder. Direkt im Anschluss an meine erste und letzte Klausur (Intellectual Property Law) hier an der UCC konnte ich auch schon die Anke vom Flughafen abholen fahren. Hat zeitlich prima gepasst und so konnten wir auch schon am Donnerstag mit dem Anfang der obligatorischen Stadt- und Uni-Tour anfangen. Mehr oder weniger einen ganzen Tag hat auch der Besuch in Kinsale in Anspruch genommen, mit 50% sehr gutem und 50% sehr schlechtem Wetter...
Kinsale Bay & Charles Fort
Neben Kinsale sind wir auch noch mal im Cork City Gaol vorbeigekommen und haben uns die Audio-Tour dann mal angehört. Wegen Sperrstunde gab's dann aber nur den offiziellen Bereich und nicht die unrenovierten Bereich wie damals hier und da.
Gaol interior
Gaol exterior
Auch recht interessant war die Cork City Tour (Outer Limits) mit einem offenen Doppeldecker:
Cork City Tourbus
Einen längeren Halt haben wir dann am Blackrock Castle Observatory eingelegt, wo es eine schöne interaktive Ausstellung zum Thema Astronomie zu sehen gibt.
Blackrock Castle Observatory
Hafen in der Nähe / Cork harbour near the observatory
Außerdem kann man Nachrichten ins Weltall schicken:
Nachricht an HD104985 / Message to HD104985
Wie man sieht ist die auch schon beinahe angekommen. Noch lustig da im Observatory: Wir haben die Welt gerettet in der 14 Uhr Vorstellung! Hat sich also schon gelohnt, der Besuch. Was gab's sonst noch interessantes: Irisches Frühstück im English Market und eine längere Einkaufstour durch viele verschiedene und teilweise etwas alternative Läden, wie z.B. diesen Buchladen: Aber wie eigentlich bei jedem Besuch war es eine sehr schöne Zeit mit der Anke hier :-)
[English summary] As the experienced reader of this blog might has already guessed, this post is about another visit(or). Actually it is about the last visit for now. Shortly after my first/last exam (IP Law) at UCC, Anke arrived from Germany. Because of this great timing, we were able to start the required city- and university-tour on Thursday... After that we visited Kinsale for about a day, which included both bright sunshine and heavy rain (and demonstrated the weather situation in Ireland very well). Other highlights included the City Tour (outer limits), where we stopped for a while at Blackrock Castle Observatory. Actually quite a nice place, with lots of interactive displays on astronomy and the like and the possibility to send messages into outer space (see pictures above!!). We spent some time at the Cork City Gaol, the old prison, and took the hightech-audio-tour. Finally, we went to the English Market for the real Irish breakfast and spent some time walking through more or less every shop in the city centre... But again, it was a very nice time and a pleasure to have you here Anke!
Um dann auch endlich den letzten bereits vergangenen Besuch aufzuarbeiten, dann hier der entsprechende Eintrag: Wer war diesmal hier? Der Jan-Henrik. Er ist auch blog-mäßig betrachtet kein Unbekannter, sondern ist quasi derselbe wie Silvester 2008/2009 in London. Wann war das Ganze? Anfang April, zwei Tage nach dem Besuch von der Arbeit. Gut, ist schon eine Weile her, aber man (ich) war ja auch zwischendrin ab und an mal beschäftigt und ganz unter den Tisch kehren wollte ich das jetzt auch nicht. Von daher mal kurz im Überblick: Da ist der Jan dann auch, im West Wing der UCC:
Natürlich gab es auch für ihn die ganze Stadt-, Uni- und Umgebungstour.
St. Finbar @ night
Eine Weile haben wir auch in Cobh verbracht, bei schönem Wetter und mit zufällig getroffenen Bekannten aus den ersten Wochen in Cork.
Am Bahnhof / At the train station.
Cobh selbst ist ja, wie schon letztes Jahr mal beschrieben, ein kleines Städtchen ca. 30min von Cork entfernt (per Bahn). Für die, die sich erinnern: Genau, Cobh (damals Queenstown) war der letzte Hafen, den die Titanic anlief. Bisher noch nicht großartig besichtigt hatte ich die Kathedrale in Cobh und genau das haben wir dann auch nachgeholt.
Cathedral of Cobh
Die Betreiber des Gotteshauses (katholische Kirche) erwies sich als recht geschäftstüchtig, wurden doch die sonst häufig gegen kleine Gebühr zu erstehenden Kerzen gegen Glühbirnchen ausgetauscht, die gegen Geldeinwurf eingeschaltet werden können.
Innenansicht / Interior of the cathedral.
Fragt sich dann nur, weshalb es dann draußen diese Weihwassertankstelle gibt (unentgeltlich). Naja, versteh' das mal einer...
Weihwassertankstelle / Holy water supply.
Eine weitere größere Tour stand dann am Folgetag (wenn ich mich recht entsinne) an. Diesmal hieß es 2,5 Stunden mit dem Bus fahren um nach Cashel zu kommen. Auf dem Weg kommt man übrigens an Cahir vorbei, wo es eine schöne Burg (Cahir Castle) zu besichtigen gibt (evtl. was für später). Cashel selbst ist ein mittelgroßer Ort, der sich durch einen felsigen Hügel auszeichnet. Der "Rock of Cashel" beheimatet eine ehemalige Burg, die jedoch irgendwann der Kirche überschrieben / geschenkt / vermacht wurde: Burg gegen Seelenheil, scheint ein faires Geschäft... Heutzutage kann man sich das alles dort ansehen, bzw. das, was noch übrig ist. Die Burg hat nämlich eine recht angegriffenen Wetterseite: Jeweils eine im Norden, Osten, Süden und Westen... Was ich damit ausdrücken will, ist das durch die erhabene Lage das Gemäuer dem Wind / Regen recht stark ausgesetzt ist und dementsprechend über die Jährchen (gut, einige 100 waren es schon) auch z.B. Dächer und Wände verloren hat. Der Platz um den "Rock" wird in nächster Nähe von einer Kombination aus richtig alten und ganz neuen Grabstellen eingenommen. Frage Nr. 2 in diesem Beitrag: Wer lässt sich denn bitte in einer Touristenattraktion begraben??? Wie auch immer, interessant is es allemal anzusehen und hat sich auch gelohnt m.E.. Zum Abschluss dann noch zwei Fotos:
Rock of Cashel.
Und wieder lässt sich nur mit dem Hinweis enden, dass es ein netter Besuch war und ein paar schöne Tage (bevor dann die Essays anfingen)!
[English summary]
Just to keep up with my promises, I'd like to share some pictures and information on the last visit(or) from Germany in early April. I know that's quite late to post, but better late than never! My guest at the time (who arrived only two days after the last visitors departed) was Jan-Henrik, the guy who I spent this year's new year's holidays with in London. He basically got the regular Cork-introduction-programme, including city centre, the suroounding areas and UCC. As a plus we went to Cobh with beautiful weather and the local cathedral, which we had a look inside. Worth mentioning is the holy water supply just next to the cathedral, but that is probably a kind of a "catholic thing". Who knows... The next big thing was the day-trip to Cashel to visit the Rock of Cashel. That is an old castle which was given to the church at some time (long ago). Nowadays it is more like a ruin, but still impressive to see, as you can see from the pictures above. It is surrounded by a cemetery which also features very recent graves, which seems to be odd. Who wants to be buried in a tourist attraction??? So that was basically (I cut out all the pub stuff :-D) the most recent visit and - again - it was a great time!
So, nach diversen Ankündigungen, Vertröstungen und Überbrückungseinträgen habe ich jetzt etwas Zeit, die Besuche von Ende März und Anfang April aufzuarbeiten! Gut Ding will eben Weile und so... Vom 28.-31.03.2009 waren drei Gäste hier bei mir. Allerdings waren sie aufgrund der doch eher eingeschränkten Grundfläche meines Domizils nicht hier in der Wohnung, sondern ausgelagert. Und zwar dort, wo es nach strategischen Preisrecherchen am günstigsten war (8-Bettzimmer im Hostel mal nicht berücksichtigt): Im Jurys Hotel. Und auch wenn das sicherlich einige nicht glauben: Ein 4****-Haus kann auch mal billiger sein als eine schäbige Absteige. So :-)
Übrigens handelte es sich bei dieser Reisegruppe um die beste Bürobesetzung wo bei der alten Arbeit gab!! Im Detail: Steffi, Yashar und Stephan. Letzterer war ja im November schon mal hier, bzw. ich auch im März erst da bei ihm. Nach dem Einchecken in der Herberge war dann zunächst mal die Uni an der Reihe:
Besucher vor dem "AStA" / Visitors in front of the student centre.
Abends gab es auch noch Gelegenheit, die Hotelbar des Jurys Hotels auszuprobieren (ist auch nicht wirklich teuer da):
Bar (Jurys Hotel)
Am nächsten Tag ging es dann neben der Innenstadt auch nach Midleton, zur Jameson Distillery. Auch im zweiten Besuch noch interessant; insbesondere natürlich die abschließende Probe...
Reisegruppe vor dem Eingang / Tourist group next to the entrance.
Das Highlight des Besuchs war dann die Tagestour mit Paddywagon quer durch Irland. Das ist nicht übertrieben, da man wirklich einige Entfernung zurücklegt. Die Tour begann aber auch schon recht früh morgens.
Morgens am Hotel / Early morning at the hotel.
Limerick Castle
Die erste Naturbesonderheit: Der Burren im County Clare. Der Burren war vor 350 Millionen Jahren der Grund eines warmen, flachen Ozeans. Vor 270 Millionen Jahren pressten tektonische Kräfte den Meeresboden nach oben. Wind, Wasser und die Auswirkungen der Eiszeit verliehen der Landschaft ihre außergewöhnlichen Formen.
Weiter dann zum Hauptziel der Tour: Die Cliffs of Moher! Die bekanntesten Steilklippen Irlands (und die höchsten, touristisch erschlossenen in Irland) sind bis zu 214m hoch (tief?) und schon beeindruckend anzusehen. Deshalb dann auch nur einige Bilder statt weiterer Worte:
Das waren dann auch die Höhepunkte des Besuchs von der Arbeit, zwischendurch gab es natürlich noch mehr zu sehen und zu erleben, aber wir wollen es mit der Länge des Eintrags ja auch nicht übertreiben :-) Auf jeden Fall waren es lustige und schöne Tage!!
[English summary]
As announced / postponed a bit too often over the past few weeks, I finally found the time to write some lines on the past visits in Cork. The first group (28.-31.03.09) consisted of three former colleagues at IBM ISS: Steffi, Yashar and Stephan (who visited me back in November and whom I visited in mid-March). The three stayed at the four-stars Jurys Hotel, as it was the cheapest way to accomodate them at the time except for the hostels (seriously!). In addition to the standard university- and city-tours we visited the Jameson Distillery in Midleton (my second visit, there but still enjoyable, especially the tasting at the end of the tour) and tested the hotel's Weir Bar, which wasn't that expensive as it might look like at the first place. The highlight of the weekend in Cork was definitely the Paddywagon day-tour from Cork over Limerick, the Burren, Cliffs of Moher and Doolin back to Cork. Especially the spectacular landscape and the steep cliffs were quite impressive... All in all, these few days were really nice and enjoyable and also packed with other stuff, which I'm too lazy to list here :-)
Auch wenn es nicht der angekündigte Besuchsbericht ist, wenigstens mal wieder ein Lebenszeichen von hier... Aktuell scheint hier recht großzügig die Sonne. Deswegen wurden dann auch erst mal alle guten Vorsätze über Bord geworfen und die Arbeit an den Essays kurzfristig eingestellt, um mal an die frische Luft zu kommen: Einkaufen, Kaffee trinken, Wäsche waschen, Kunstmuseum, Spaziergang, Besuch etc. Alles bei strahlendem Sonnenschein. Ergebnis: Sonnenbrand. Ganz toll...
[English] Again this is not the (too?) often announced post on the several visitors, but at least another proof of myself still being alive... Right now the sun shines a lot in Cork. That's why I decided to rather stop the work on the essays and go out. Today's result: Shopping, drinking coffee, doing the laundry, art museum, strechted excursion and some visits. Everything whilst the sun was shining. Final result: Sunburn. Great...
Heute war (bzw. ist noch) ein bekannter Feiertag: St. Patrick's Day! Gefeiert wird schon ein paar Tage mit einer Art Markt und heute dann mit der Parade durch die Innenstadt... Für kurze Zeit hab ich den Essay erst mal Essay sein lassen, um mal einen Blick auf die Parade zu werfen. Diesjähriges Thema war im Großen und Ganzen "Astronomie" (wegen des Year of Astronomy 2009); aber es gab auch viele Gruppen, die einfach gezeigt haben, was sie ausmacht: Sport, Tanz, Musik, Herkunft etc. Die Stadt war dann auch wirklich gut gefüllt, wie man sehen kann (auch kein Wunder bei strahlendem Sonnenschein und recht warmen Temperaturen).
PS: Ein ausführlicher München-Bericht kommt natürlich auch noch (ist nur etwas aufwändiger)!
Das Foto sagt ja im Prinzip schon alles: Heute gab es über einen längeren Zeitraum Schneefall in Cork (was ziemlich selten ist...)! Für ein Schneemann-Foto hat es leider nicht gereicht, da der Schnee nicht liegengeblieben ist :-(
[English version] The picture tells the story: Today we had quite a lot of snowfall in Cork (actually that's very rare...)! But there wasn't any possibility for taking pictures of a snowman, because it was too warm... :-(
Wie der Titel ja schon unheilvoll vermuten lässt, hat es hier gerade ein wenig gebrannt. Nur ein klein bisschen. Und was macht man, wenn man eigentlich gerade kurz eingeschlafen ist und der Feueralarm losgeht? Genau, man fragt sich, ob man das jetzt ernst nimmt. Hab ich mich nach einigem zuhören dann für entschieden. Nächste Frage: Wo ist was zum Anziehen? Was nehme ich mit? Etc. Man kann ja nicht so einfach kopflos wegrennen... Zum Glück war ich noch vor der Feuerwehr draußen. Und die Anzeige der Brandmeldeanlage im Erdgeschoss hat mich dann auch informiert, dass es nicht bei mir im Zimmer, sondern im ersten Stock brennt. Ist ja schon mal gut zu wissen! Die Feuerwehr war dann auch relativ bald mit dem Einsatz beschäftigt. War aber tatsächlich was mit Feuer. Einer der Retter musste dann nämlich noch eine Wärmebildkamera holen. Blöd nur, dass die Fahrzeuge vor dem Hof geparkt waren... Übrigens war unser Sicherheitsdienst erst nach der Feuerwehr da. Keine Auszeichnung für die G4S! Naja, lange Rede, kurzer Sinn: war halt ein kleines Feuerchen im ersten Stock, übrig bleibt nur etwas Brandgeruch, ansonsten alles prima. Ist ja auch kein größeres Problem, aber berichtenswert, weil kommt ja bei uns hier nicht so oft vor...
Last Saturday (or yesterday) we went for a short afternoon tour to the city. The first stop was the church of St. Anne, which is home of the "Shandon Bells". Once you take the stairs to the first floor of the tower, you can ring the bells by yourself if you pull the eight ropes on the wall. To make the results sound a little bit more convenient for the neighbours, there are some papers including instructions like 8-6-5-4 so that visitors know what they are supposed to "play". The following journey to the top of the tower is best described as an adventure... The stairs are getting more and more steep (and narrow) until you have to use a ladder and some ropes to climb through the tower's clockwork. But the view on top of the church's tower is well worth the efforts: You can see the whole city from there! After the visit to St. Anne we went to see the Cork Vision Centre, but before we finally arrived there, we had a look at some more churches, especially St. Francis. One would not expect such an interior after having a look at the more simple exterior... In the Cork Vision Centre there was a concert of a choir which we listened to for some time, before leaving to go to our last stop: The Christmas Market at Grand Parade. Many stands with plenty possibilities to buy food and gifts and an illuminated park with a snow machine. This machine was the highlight of the market as there seems to be no snow at all in Cork...
Deutsche Fassung:
Letzten Samstag (also gestern) waren nachmittags für einen kurzen Ausflug in der Stadt. Erster Halt war St. Anne, eine Kirche, die die "Shandon Bells" (Glocken) beheimatet. Nachdem man die Treppe zum ersten Stockwerk des Kirchturms überwunden hat, kann man das Glockenspiel selbst mit den Seilen an der Wand läuten. Um das ganze dann etwas angenehmer für die Nachbarn zu machen, gibt es verschiedene Zettel, die die Noten (wie z.B. 8-6-5-4) enthalten, so dass die Besucher mehr oder weniger wissen, was sie spielen. Der weitere Aufstieg zur Spitze des Kirchturms ist wohl am besten als "Abenteuer" zu beschreiben... Die Treppe wird immer steiler und enger, bis man mithilfe einer Holzleiter und einigen Seilen durch das Uhrwerk klettern muss, um weiterzukommen. Aber der Ausblick von der Turmspitze aus ist den Aufstieg wirklich wert: Man kann die ganze Stadt von dort oben aus sehen! Nach unserem Besuch von St. Anne haben wir uns auf den Weg zum Cork Vision Centre gemacht, aber bevor wird dort letztendlich ankamen, haben wir noch einige weitere Kirchen angesehen; insbesondere St. Francis. Man würde einen solchen Innenraum wohl kaum bei dem eher einfachen Äußeren erwarten... Im Cork Vision Centre war dann noch ein Konzert eines Chors, dem wir für einige Zeit zugehört haben, bevor wir uns auf den Weg zum letzten Ziel gemacht haben: Dem Weihnachtsmarkt auf der Grand Parade. Dort hatte es viele Stände mit Essen und Geschenkkram und zusätzlich noch einen beleuchteten Park mit einer Schneemaschine. Die Schneemaschine war dannauch die Hauptattraktion des Markts, da es in Cork scheinbar nie echten Schnee gibt...
Exterior of St. Anne (Außenansicht von St. Anne)
View from the top of the tower (Aussicht von der Turmspitze)
Interior of St. Francis (Innenraum von St. Francis)
Fake snow at the Christmas Market (Kunstschnee auf dem Weihnachtsmarkt)
Illumination of the park (Beleuchtung des Parks :-D )
An dieser Stelle soll dann irgendwann einmal (genauer gesagt ab September 2008) für alle möglichen Leute, die man kennt und evtl. auch für solche, die man nicht kennt ein mehr oder minder ausführlicher Einblick in meine Zeit während des Masterstudiums fernab der Heimat und die Vorbereitungen dafür bereit stehen...
[Update 09/2009]
Es geht dem Ende entgegen, aber m.E. ist der Blog bisher schon dem o.g. Anspruch gerecht geworden :-)
[Update 11/2009]
Das Ende ist dann doch schon da... -> scheff.posterous.com ist die Zukunft!
[Update 12/2009] Licht aus.
LL.M. ist die Abkürzung für den akademischen Grad eines (engl.) Master of Laws (zu deutsch: Meister der Rechte, lat. Legum Magister, wobei LL. die lateinische Art der Abkürzung für den Plural „Rechte“ ist).