Gestern abend, direkt nach meiner Rückkehr aus Brighton, gab es dann auch mal wieder den nächsten Termin zu absolvieren. Hier in Irland scheinen die großen Kanzleien noch ein viel stärkeres Interesse an Bewerbern zu haben, als dies z.B. schon in Deutschland der Fall ist. Denn selbst die (oftmals) relativ großzügigen Messe-Auftritte auf Karrieremessen wie der Juracon sind eigentlich noch nicht besonders viel, wenn man die Präsentationen dagegenhält, die es hier wohl öfters (immer so Anfang Herbst) gibt: Gestern war dann Irlands größte Kanzlei (und nach eigenen Angaben natürlich eine der besten und erfolgreichsten) an der UCC, um sich den potentiellen Bewerbern vorzustellen. Mit dabei waren dann ein Partner der Kanzlei, die Personalleiterin und drei aktuelle Trainees (ist in Irland sozusagen der Weg den man nach dem Jura-Studium geht: Trainee-Stelle und dann Zulassung bzw. Prüfung dafür). Achja, die Kanzlei heißt übrigens Arthur Cox. Neben einigen Infoblättern zum aktuellen Stand in verschiedenen Rankings wurde den Anwesenden dann auch gleich das passende Bewerbungsformular für eine der Traineestellen in die Hand gedrückt. Dazu würde man nur noch ein Anschreiben und einen Lebenslauf brauchen, um die Bewerbung zu vervollständigen... Im Anschluss an die verschiedenen obligatorischen Ausführungen der Vertreter der Kanzlei war dann (endlich mal wieder) ein kleiner Empfang geplant. Natürlich mit gratis Getränken und Fingerfood-Buffet. Vielleicht noch zu erwähnen ist die Lokalität, die dafür gewählt wurde: Diesmal nicht der historische Teil der Uni oder ein Cafe oder so, nein, gestern abend fand das ganze dann in einem gar nicht mal so günstigen Ambiente statt, nämlich im Hayfield Manor Hotel. Zum Anfang mal eben 5 Sterne. Für gerade mal, naja, 20 (?) Personen... Mit im Preis enthalten war dann natürlich die Möglichkeit (oder der Zwang?), mit den Vertretern von Arthur Cox ins Gespräch zu kommen. Insbesondere natürlich mit den Trainees, weil die ja aus eigener Erfahrung berichten konnten. Im Ergebnis ein sehr angenehmer Abend, einige interessante Infos und wieder rein gar nichts für Essen und Getränke ausgegeben; eine wirklich feine Sache! Und Montag ist dann die nächste Präsentation...
So, nach den relativ kurzen Live-Infos und den Handybildern schreibe ich dann jetzt mal ein paar Worte zu meinem Aufenthalt in Brighton. Ziel der Reise war es ja, mal einen Teil meiner Familie noch vor Weihnachten zu treffen. Im Detail ging es dabei um meinen Vater, der mal wieder in Brighton auf Dienstreise war. Für die Anreise gab es dann einen Ryanairflug (ja, ich weiß, laaaangweilig & nichts neues) in der Notausgangsreihe nach London - Gatwick. Brighton habe ich schon im Landeanflug aus dem Fenster heraus gesehen, aber leider musste ich dann doch noch den Bus vom Flughafen ans Meer nehmen. Das wäre eigentlich kein Problem gewesen, wenn der nicht etwas später gekommen wäre, als geplant. Also eigentlich ist "später" der falsche Ausdruck. Der Bus kam nämlich gar nicht. Allerdings hat sich National Express (man beachte das "Express"!) dann nach einer knappen halben Stunde entschieden, die Route nach Brighton mit einem anderen Bus zu fahren, so dass ich dann letztlich doch in Gatwick weggekommen bin... In Brighton war dann auch mein Vater schon von der Arbeit wieder da, so dass wir dann (nach Ablage des Gepäcks = Rucksack im Hotel) direkt ein paar Stunden die Promenade am Strand hoch und runter gegangen sind und auch einige Dinge in der Innenstadt angesehen haben. Später gab es dann zusammen mit einem Arbeitskollegen meines Vaters aus Kassel noch sehr gutes Essen beim Italiener. Danach war's dann aber auch gut, weil (wegen Dienstreise...) gestern hieß es dann ja leider früh aufstehen für's Frühstück um 7 Uhr. Selbiges war eigentlich ziemlich gut, allerdings etwas kurz, da zwischendrin das Hotel wegen eines Feueralarms evakuiert werden musste. Das war halt nur ziemlich blöd für die Leute, die noch nicht angezogen waren und dann im Bademantel und barfuss vor dem Hotel warten mussten... Ausgecheckt war das Zimmer soweit schon und das Gepäck illegalerweise noch während des Alarms geholt, von daher konnten mein Vater und sein Kollege dann direkt in ihr Taxi zur Arbeit steigen. Ich hab dann gewartet, bis die Feuerwehr den Fehlalarm erkannt hatte und hab in Ruhe gepackt, Zimmerkarten abgegeben und dann hatte ich ja noch einige Zeit, bis mein Bus zurück nach Gatwick fahren sollte, um noch ein paar Fotos bei Tageslicht zu machen und mich etwas genauer umzusehen: Nachfolgend dann die Brighton Marina, also der Yachthafen. Dort gibt es auch diverse Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten (Bowling, Kino, Restaurants etc):Zentral gelegen und vermutlich das Wahrzeichen von Brighton ist der Brighton Pier. Dort hat es, wie ja schon teilweise in den Live-Bildern gezeigt, viele Fahrgeschäfte und Spielhallen und natürlich auch Restaurants und ähnliches. Eben alles, was auf so ein Pier gehört (da hat Jan mit dem Verweis auf Santa Monica natürlich recht!). Neben dem "normalen" Pier kann man in Brighton am Strand (der übrigens aus Kies besteht) auch noch den "West Pier" anschauen. Allerdings hat es dieser Pier eigentlich schon hinter sich, da er im Jahr 2003 (nach der Sperrung für die Öffentlichkeit 1975) Opfer mehrere Brände und dann letztlich der Gezeiten wurde. Die Reste stehen / liegen / verrotten so langsam an der Küste vor sich hin, sind aber trotzdem irgendwie sehr interessant anzusehen:Ebenfalls eine der besonderen Sehenswürdigkeiten in Brighton ist der Royal Pavillon, der von George IV. gebaut wurde. Das ist nebenbei bemerkt der gleiche König, dem wir auch die heutige Form des Buckingham Palace und Windsor Castles verdanken (das sollte den meisten eigentlich ein Begriff sein :-D ). Wozu das ganze? Um die Geschichte etwas zu kürzen: Weil er es sich leisten konnte (eigentlich zwar nicht, aber wofür ist man schließlich König...):Als letztes Foto dann noch einen nächtlichen Blick vom Brighton Pier (vom West Pier geht ja auch nicht... ) in Richtung Strandpromenade (der Pier ist rechts im Bild):Zur Rückreise gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass der Bus diesmal exakt pünktlich war, d.h. sowohl bei Abfahrt, als auch bei Ankunft in Gatwick (dauert ziemlich genau 45 Minuten). Evtl. noch recht interessant (zumindest für mich) war die Teilnahme an einer kostenlosen Vorführung des Chemiekalien- Flüssigkeits-, Drogen- & Sprengstoffdetektors IONSCAN 400B (ist übrigens wirklich genau das angegebene Gerät!). Das einzig Negative an der Vorführung war allerdings, dass sie es nötig machte, meinen ganzen Rucksack Fach für Fach komplett zu entleeren, was allerdings insofern für mich mit wenig Arbeit verbunden war, als dass der Flughafen dafür freundlicherweise extra Personal zur Verfügung gestellt hatte... Der Rückflug an sich war dann auch soweit wie bisher immer sehr zeitig wieder in Cork, wo das Wetter dann allerdings nicht wirklich gegen den Sonnenschein in Brighton ankam (Wind + Regen).
So, da ich jetzt auf einmal in Brighton volles 3-Netz habe, stelle ich mal ein Bild vom Pier online... Hat leider noch nicht wieder offen, aber später irgendwann gibt es dann noch ein paar mehr Infos und vor allem auch Fotos!
Das ist dann mal ein Live-Foto aus Cork. Da sitze ich nämlich gerade am Gate 3 und warte auf dem Flieger nach Gatwick. Dauert auch noch etwas, aber dann kann man ja schon mal anfangen, einen Teil der Lesearbeit für nächste Woche zu erledigen :-)
Wie man hier schön sehen kann, habe ich dann heute endlich mein eigenes irisches Handy bekommen! Das Foto zeigt es ja schon: Es ist letztlich ein Sony Ericsson K770i geworden... Im Vergleich zu meinem "alten" Handy vielleicht nicht unbedingt eine Steigerung, aber man muss ja auch mal an das liebe Geld denken! Als ersten Favoriten gab es eigentlich noch ein Samsung-Handy, welches ich schon vor meiner Ankunft hier in Irland hätte haben wollen, aber aufgrund mangelnder Lieferbarkeit (in schwarz...) und eben eines doch schon recht happigen 300%igen Preisaufschlags (im Vergleich zu meinem jetzigen K770i) hab ich mich dann dagegen entschieden. Nach den ersten "Gehversuchen" bin aber sehr zufrieden, gefällt mir alles sehr gut und funktioniert auch genauso... Was will man also mehr? Genau, noch mehr sparen. Das ging nämlich für mich, weil der nette Mobilfunktelefonvertragsverkäufer im Three-Shop in der Stadt nicht 100%ig nach Plan vorgegangen ist. Eigentlich hätte er mich nach der Dauer meines bisherigen Aufenthalts hier und meiner Bankhistorie fragen müssen... Hat er aber nicht. Und somit habe ich eine ansonsten fällig gewordene Kaution i.H.v. ca. €200,- gespart (alles schon dagewesen). Achja, dazu gabs noch gratis einen DVD-Player und eigentlich auch ein Bluetooth-Headset, aber letzteres war nach kurzer Suche dann doch nicht aufzutreiben. Leider... Man gewöhnt sich ja doch an die ganzen Gratis-Angebote der vergangenen paar Wochen :-) Abschließend dann noch (für die, die es noch net rausgelesen haben) der Hinweis, dass es zu dem irischen Mobiltelefon auch eine ebensolche Telefonnummer gab (wow, die Iren haben es echt drauf...)! D.h. ab sofort trage ich eigentlich nur noch das irische Telefon mit mir rum, das Deutsche bleibt zuhause (schaue aber ab und an mal drauf)! Wer die Nummer haben möchte, setzt sich idealerweise mit mir in Verbindung, würde ich vorschlagen...
Heute nach dem Einkaufen (ja, sonntags kann man hier in der Stadt einkaufen; so ca. von 12 bis 18 Uhr) gab es in der Innenstadt noch einiges zu sehen: Neben diversen Ständen mit dem obligatorischen Angebot zur Nahrungsaufnahme hatte jemand (wer auch immer) eine Bühne aufgebaut und für das jährliche Cork Folk Festival einen Bereich zum kollektiven Tanzen abgesperrt... Von daher wurde dann traditionell (mehr oder weniger) getanzt. Sah sehr unterhaltsam aus, vor allem da einige der Erasmus-Studenten, die wir kennengelernt haben, mit dabei waren :-) Nachfolgend dann ein paar Eindrücke in Form von bewegten Bildern (das erste Mal mit Ton, live ins Handy gespielt von The Kilfenora Ceili Band), leider ist die Qualität nicht so der Renner, weil mit dem Handy aufgenommen.
Heute ist es soweit: Mir ist aufgefallen, dass gestern das einmonatige Jubiläum meiner Anreise in Cork gewesen wäre! Tja, das hab ich dann wohl verpasst, aber einen Hinweis ist es doch auch wert oder? (auch wenn die Idee nicht von mir ist)
Und was gibt es sonst neues? Nachfolgend mal einen kleinen Einblick in die Post der letzten Tage:
Gut, wenn man ehrlich ist, war das nicht alles in der Post. Aber ist alles Papier, das von A nach B transportiert wurde. Von links nach rechts: Unter der Tür durchgeschoben, selbst abgeholt und dann per An Post. Und wieso das ganze hier im Blog? Weil das so ein paar Dinge der näheren Vergangenheit waren, die hier so passiert sind. Das erste ist die Einladung (mal wieder) zu einer Begrüßungsveranstaltung hier im Wohnheim. Vorher kurz Teilnahme bestätigt und dann gestern abend dort gewesen. Gab lecker Essen (diesmal: etwas asiatisch angehauchtes; Chicken Curry), natürlich Freigetränke und das ein oder andere neue Gesicht. War eigentlich nicht so viel los, aber eins ist mir mal wieder aufgefallen: Michelle, die Managerin von dem Komplex hier (also der University Hall), kennt alle Bewohner mit Namen. Nicht schlecht, würde ich mal behaupten...!
Weiter gehts dann mit dem selbst abgeholten Beleg in der Mitte. Der ist aus dem Boole-Library, also der Bibliothek. Im Gegensatz zu der Uni-Bib in KS gibt es hier hauptsächlich Self-Service-Ausleihautomaten. Und für den Notfall auch den "Customer Service", wo dann Bücher ausgeliehen werden können, wenn man das mit dem Automaten nicht auf die Reihe kriegt. War dann bei mir bei 50% der Bücher (also dem anderen Buch) notwendig; das ließ sich einfach mal nicht scannen. Naja, warum selbst scannen, wenn das andere erledigen können :-) Weitere Unterschiede zur Bib in KS: Die Ausleihfrist liegt normalerweise bei zwei Wochen. Das ist schon recht kurz., kann aber auch verlängert werden. Und was will ich mit dem Buch über die juristische Behandlung von Film- und Fernsehdistributionsrechten im Kontext des Internets? Das weiß ich selbst nicht so genau... Hörte sich ganz interessant an und ist auch erst von 2007, also auch aktuell und so hab ich das Ding halt mitgenommen. Das andere Buch betrifft die Probleme des Dispute Settlements bei der WTO. Da müsste ich theoretisch nen Essay drüber schreiben, für International Trade Law and Policy. Allerdings bin ich noch net sooo sicher, ob es der Kurs wirklich ist. Also für mich. Vielleicht ist E-Commerce Law doch eher das richtige Fach. Hmmmm...!? Naja, die Hauptsache ist ja, dass ich das Buch habe (genau passend zum Essay-Thema für alle) und sonst keiner. Wobei ich es natürlich zurückbringe, sobald ich mich gegen den Kurs entschieden habe (wenn es denn so kommt).
Und zu guter letzt dann noch ganz rechts auf dem Bild: Der Gutschein für meinen europäischen Freiflug! Den gab's ja netterweise für die Kontoeröffnung bei der Bank of Ireland und war auch recht fix da, wenn man ehrlich ist. Gilt für einen Flug (return, inkl. Steuern und Gebühren) von Cork / Dublin wahlweise nach London, Paris, Amsterdam, Mailand, Berlin, Edinburgh, Stockholm, Frankfurt oder Krakau. Ist ja schon mal ein Anfang :-)
An dieser Stelle soll dann irgendwann einmal (genauer gesagt ab September 2008) für alle möglichen Leute, die man kennt und evtl. auch für solche, die man nicht kennt ein mehr oder minder ausführlicher Einblick in meine Zeit während des Masterstudiums fernab der Heimat und die Vorbereitungen dafür bereit stehen...
[Update 09/2009]
Es geht dem Ende entgegen, aber m.E. ist der Blog bisher schon dem o.g. Anspruch gerecht geworden :-)
[Update 11/2009]
Das Ende ist dann doch schon da... -> scheff.posterous.com ist die Zukunft!
[Update 12/2009] Licht aus.
LL.M. ist die Abkürzung für den akademischen Grad eines (engl.) Master of Laws (zu deutsch: Meister der Rechte, lat. Legum Magister, wobei LL. die lateinische Art der Abkürzung für den Plural „Rechte“ ist).